(2008)

Cyrano von Bergerac von Edmond Rostand wurde 1897 uraufgeführt.

Der Haudegen und geistreiche Spötter Cyrano, der ebenso elegant zu fechten wie zu formulieren versteht, ist von der Natur mit einer überdimensionalen Nase ausgestattet und darf wegen dieser Entstellung auf Erfolg bei Frauen kaum hoffen. Die Geschichte um seine vergebliche Liebe zu Roxanne und seinen Einsatz für ihren Liebhaber Christian ist das meistgespielte französische Theaterstück.

 

Unsere Umsetzung:

Schon lange reizte uns dieser spannende wie humorvolle Stoff. Es ist aber leider ein "Männerstück" und der größere Teil unserer Spieler ist weiblich... So haben wir aus dem Cyrano eine Cyrana gemacht, das Stück in die heutige Zeit verlegt und auf die Verssprache verzichtet. Nur noch die Thematik und ein paar Szenen bleiben vom Original übrig, im Wesentlichen entstand etwas Neues:

 

Unsere Cyrana

... ist eine Heimatlose auf der Suche nach dem großen Theater-Erlebnissen und dem kleinen privaten Glück. Beides erhofft sie sich in Meinsburg. Die Stadt rüstet zur 1000-Jahr-Feier. Man will zu diesem Anlass ein historisches Stück auf die Bühne bringen. Ausgangspunkt dafür sind Ruinenreste und ein paar mehr oder minder verbürgte Gegebenheiten. Ein ortsansässiger Autor hat daraus ein modernes Stück erdacht, als Regisseur konnte der Profi-Regisseur Adam Golinelli gewonnen werden. Er soll mit recht jungen Laien eine Inszenierung zuwege bringen, die dem Jubiläum Glanz verleiht...

Von der Schwierigkeit, anders zu sein handelt unser Stück, vom Außenseiter-Dasein und

Gruppenzughörigkeit. Vor allem die Rolle der Schönheit gegenüber anderen Werten wird thematisiert. Daneben wollten wir zu unserem Jubiläum (wir spielen dieses Jahr das 25. Stück seit der Wiederbelebung der alten Blönrieder Theater-Tradition) das Theater selbst thematisieren: die Liebe zu den Brettern, die die Welt bedeuten, aber auch leidvolle Erfahrungen. Nicht zuletzt nehmen wir uns dabei selbst etwas auf die Schippe. So entstand eine ungewöhnliche Inszenierung, bei der sich humorvolle und zu Herzen gehende Szenen die Waage halten.



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