Schulbus Blues (2004)

In dem Bestreben, jedes Jahr etwas anderes auf die Bretter, die die Welt bedeuten, zu stellen, beschlossen wir 2004, ein Stück über die Le­benswelt heutiger Jugendlicher (und Erwachse­ner!) zu präsentieren. Da es auf diesem Gebiet kaum geeignete Literatur gibt, entwickelten wir eine Eigenproduktion, eine Szenenfolge, die einerseits authentisch, andererseits kabarettis­tisch überzeichnet einen vorwiegend vergnüg­lichen Einblick in Schule, Familie und Freizeit ge-ben soll. Eine Liebesgeschichte sorgt dabei für den reizvollen Spannungsbogen und dient als roter Faden.

Ein Jahr lang entwickelten die Schüler Inhalte und Ablauf des Stücks, dem Thomas Beck schließlich die sprachliche Endfassung gab.

Schulbus-Blues, ein freches Stück über Jugendliche und die es mal waren...

...nannten wir das Ergebnis. "Schulbus", das ist jenes (ungeliebte) Gefährt, in dem Noah am Montagmorgen seinen "Blues" bekommt. Noah Grillenmaier-und Cecilia Ebenholz ste­hen im Zentrum der Geschichte, die in locker zusammengefassten Szenen von einer schwierigen Annäherung, von familiären wie schulischen Situationen erzählt und auch ein paar Einblicke ins Freizeitverhalten gewährt.

Dabei ging es uns nicht darum, etwas Spek­takuläres, Dramatisches zu zeigen, sondern den schnöden Alltag. Somit ist es leichter, sich mit den Personen und Gegebenheiten zu Identifizieren... und hoffentlich wird man sich wiedererkennen, nicht nur die Jüngeren, sondern auch "ältere Semester"...

Außer den beiden Hauptpersonen schlüpfen alle Spieler in mehrere Rollen. Das muss zum Teil rasch gehen und wird mit einfachen Kostümwechseln nur angedeutet. Dasselbe gilt für die ständig wechselnden Schauplätze. Sie werden mit sparsamen Mitteln charakteri­siert und gehen manchmal fließend ineinan­der über.



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