Tartuffe (2017)

 

„Der ganze Kerl nur Heuchelei!“

(Hausmädchen Dorine, 3. Akt, 2. Szene)

 

Tartuffe (sprich: Tartüff) ist ein Wolf im Schafspelz - der berühmteste Scheinheilige der Weltliteratur.

Im Hause des reichen Bürgers Orgon hat er sich eingeschlichen und genießt die uneingeschränkte Zuneigung des beschränkten Hausherrn. Sehr zum Gefallen Orgons maßregelt Tartuffe die Familienmitglieder und fordert religiöse Sittsamkeit. Im Gegenzug verspricht ihm Orgon die Hand seiner Tochter Marianne. Doch es regt sich Widerstand. Molières berühmte Komödie nimmt ihren Lauf...

Molière, der „Hofdichter“ des Sonnenkönigs Ludwig XIV., stellt in seinen Komödien („Der eingebildete Kranke“, „Der Geizige“) unsere menschlichen Charakterschwächen in den Mittelpunkt und macht sie lächerlich.

In „Tartuffe“, der im Jahre 1664 in Versailles uraufgeführt wurde, stehen die Unehrlichkeit des habgierigen Betrügers Tartuffe und die Leichtgläubigkeit Orgons im Mittelpunkt. Und das ist aktueller denn je, denn auch heute wird aus Macht- und Habgier gelogen und betrogen (siehe Trump, Erdogan, VW...) und wir fallen darauf herein.

Eingebettet in eine moderne Rahmenhandlung, die diese aktuellen Bezüge auch mit Videotechnik herausstellt, spielen wir die Komödie „klassisch“ in gereimten Versen und barocken Kostümen. Man darf sich freuen auf Live-Musik, ein multimediales Bühnenbild und witziges, lebendiges Theater für die ganze Familie.

 

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